„Bloggen ist teilen, Bloggen ist das Gegenteil von Alles für sich behalten.“
Barbara Haane

Ruhig geworden - (meine) Work-Life-Balance

Ruhig geworden - (meine) Work-Life-Balance

Da ich es liebe mich weiterzuentwickeln, ließ ich mich von November 2021 bis Februar 2022 zur Verwaltungsassistenz im Gesundheitswesen weiterbilden.

Lernte Grundlagen, Aufgaben und gesetzliche Verpflichtungen einer Praxismanagerin.



Ich bin der Typ, ich möchte berufliche Erfüllung finden. Geld mit dem verdienen, wofür ich brenne!

Nach einer verhältnismäßig kurzen Suche, fand ich direkt im Anschluss eine Stelle als Praxismanagerin in einer kleinen ganzheitlichen Privatpraxis. Dort wird auch mein Wissen als Gesundheits- und Ernährungscoach anerkannt. – Traumjob!?

Ausgerüstet mit meinen Fähigkeiten als Office Manager und technischem Hintergrund, sprang ich (gezwungener Maßen) direkt ins kalte Wasser. Nichts mit "in Ruhe einarbeiten und Zeit dafür nehmen."

Denn genau nach 4 Tagen Einarbeitung war ich auf mich allein gestellt. Das Team fiel Krankheits- bzw. Prüfungsbedingt aus. Mir blieb also nichts anderes übrig als mich in die Materie einzufuchsen.

Ich machte Fehler und lernte aus Ihnen,
(ver-)zweifelte, ob ich gut genug bin.


Doch ich merkte: ich bin gut in dem was ich tue. Die Aufgaben passen zu mir, als hätte es so sein sollen.

Eine Kollegin verabschiedete sich, doch zum Glück blieb ich nicht lange allein. 3 Wochen später kam eine neue Kollegin dazu.
Nun war es meine Aufgabe, natürlich auch in Zusammenarbeit mit meiner Chefin, die neue Kollegin einzulernen.

In neuen Teams, mit wenig Hintergrundwissen von vorherigen Dingen, macht es sich oft einfacher neue Prozesse zu entwickeln. Also wurde die Praxis etwas digitaler und damit papierloser. Wir verkürzten Wege und Aufgaben, um mehr Zeit für anderes zu haben.

Meine Aufgaben sind die einer Medizinischen Fachangestellten inklusive der kompletten Aufsicht aller Technik. Jedoch ohne Blutabnahmen oder Legen von Infusionen. – Um einen Blutentnahmeschein machen zu dürfen, muss ich mind. 1 Jahr in einem medizinischen Beruf gearbeitet haben.



100% Zufriedeheit im Berufsleben gibt es nicht. So zumindest meine Erfahrung.

Das ist ganz normal und ich erwarte es nicht. Es gibt überall Menschen, Aufgaben oder Arbeitsklimas, die einem nicht behagen. Und je nachdem, wie stark einen einzelne oder mehrere Bereichen stören, beeinflusst es das persönliche Stresslevel.

Zurück zu mir:
Meine Kollegin und ich arbeiten beide Teilzeit. Sie durch kleine Tochter zeitlich gebunden, ich die zeitlich flexible. So war von vorneherein klar, dass wir zeitversetzt arbeiten.

Meine Überstunden kamen mit ihrer Einlernphase. Zeitversetzt arbeiten ging noch nicht, da sie keine Sprechstunde am morgen alleine machen konnte. Ich kam jedoch oft nicht vor 17 oder sogar 18:30 Uhr aus der Praxis. Auch mit späterem Arbeitsbeginn kamen Überstunden hinzu ...

Mein Alltag besteht somit seit Monaten aus arbeiten, essen und schlafen. Urprünglich war dies nur für die Einarbeitung der Kollegin gedacht. Doch mein Gefühl sagt mir, dass dies ein Dauerzustand bleiben wird.

Als Gesundheits- und Ernährungscoach gebe ich meinen Klient/innen zu bedenken, dass Sie Entspannung in ihren Alltag integrieren sollten. Denn chronischer Stress ist Gift für unsere Gesundheit und was soll ich sagen...


Zusammenfassend:
Aus einer erhofften Work-Life-Balance, ist eine Work-Work-Balance geworden. – Kaum Zeit für mein Privatleben und noch weniger Zeit für Kreativität oder Social Media.

Darunter sollen meine Klienten jedoch nicht leiden. Zeit um mein Wissen weiterzugeben nehme ich mir!

Wer mich kennt weiß, dass ich jammere um in den Austausch zu kommen und so aktiv meine Situation zu verändern. – Jammern ist wichtig, solange wir bemüht sind etwas zu ändern. Werden wir nicht aktiv, ziehen wir uns mit diesen Gedanken in negative Bahnen. Und noch schlimmer, unser Umfeld kann die "Leier" irgendwann nicht mehr hören und wendet sich vielleicht ab.

Die Lösungsfindung ist nicht immer einfach. In meinem Fall kann es schnell gehen oder sich ziehen. Geduld ist etwas, was mir oft für mich selbst fehlt und ich merke, dass ich mich durch eigene Gedanken selbst unter Strom setze. ICH trage dazu bei, mir Stress zu machen, weil ich meine Situation als "nicht tragbar" einstufe.

Gefühlt habe ich in meinen jetzigen 4 Monaten beruflich Dinge erlebt, die anderen in 1 bis 2 Jahren unterkommen.

Also gar nicht so einfach, die eigene Bewertung zu wandeln.
Doch ich weiß was ich kann, wer ich bin, was ich (mir selbst) wert bin und das ein hohes Pensum an Stress ohne Ausgleich meiner Gesundheit langfristig schadet.


Achte (auf) dich! Auf deine Gesundheit! Auf gute Wechsel zwischen Stress und Entspannung!

Übersicht wichtiger Blutwerte, für Ihren aktuellen Status!

Basiswissen Schilddrüsenunterfunktion / Hashimoto Thyreoiditis!