„Bloggen ist teilen, Bloggen ist das Gegenteil von Alles für sich behalten.“
Barbara Haane

Hinnehmen oder etwas ändern

Hinnehmen oder etwas ändern?

Wer gesundheitliche Einschränkungen hat, hat auch Einschränkungen im alltäglichen Leben. – Darüber konnte ich selbst lange ein Lied von singen.

Vor kurzem hatte ich mit meiner Chefin wieder ein Gespräch darüber, dass wir recht viele Neupatienten haben, die gesetzlich krankenversichert sind.

Wie kommt das Zustande?


Hierfür muss ich ein wenig ausholen.

Wie ich von einigen Medizinern (in Ausbildung) hörte, wird im Studium viel Wert auf Lebensrettung gelegt. – Erstmal super und wie ich finde auch sehr wichtig.
Doch geht es im Studium auch darum, die Leiden von Menschen zu lindern, was sehr gut mit Medikamenten geht. ABER nicht die Grundprobleme löst!

Doch was ist mit denen, die nicht in akuter Lebensgefahr schweben?
Die chronische oder wiederkehrende Leiden haben, für die es angeblich keine Erklärung gibt?

Hierzu möchte ich mich wieder auf eines unserer deutschen Gesetze berufen:
§ 12 SGB V Wirtschaftlichkeitsgebot - "Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten."

Bedeutet: wer krank ist, wird nur so behandelt, um halbwegs leben zu können. Es geht nicht darum gesund, sondern weg von einer (akuten) Lebensgefahr, zu sein. Wirklich so richtig gesund sein, das gehört nicht zum Gesundheitssystem, weil dafür einfach kein Geld da ist.

Dies soll keine Kritik am Gesundheitssystem sein. Lange Zeit habe ich mich darüber aufgeregt, weil ich dachte, man lässt uns alle auflaufen. Doch wenn man dann sieht, was an Steuergeldern wie genutzt wird : Ich wüsste nicht, wo man Geld abzacken könnte, denn im Grund ist alles irgendwie wichtig.

Geht man nach einer Studie von 2020[1], dann lag Deutschland auf dem 5. Platz.

Das führt dazu bzw. ist schon so, dass Kassenärzte einmal pro Quartal Geld von den Krankenkassen für die Behandlung ihrer Patienten erhalten. Blutentnahmen, Überweisungen, Rezepte gehen vom Budget des Arztes ab. So muss dieser überlegen, wie er wirtschaftlich damit umgeht.

Was jedoch zur Folge hat, dass Patienten, die mehrmals im Quartal krank werden, für den Arzt wirtschaftlich auf Dauer nicht tragbar sind.


Symptome ohne Befund oder austherapiert

Mein Weg war, dass meine vielen Symptome keine Ursache hatten und wenn doch, war es die Psyche. Da auch meine Familie und mein Partner diese Meinungen vertraten, fing ich an zu zweifeln. An mir, an meinem Körpergefühl. Dies verschlimmerte mein Befinden, sodass ich einige Jahre nicht glauben konnte, dass meine Psyche so viel mit mir anstellte.

Auf der anderen Seite: Es kommen viele Patienten zu uns in die Privatpraxis, die laut Aussagen der Kassenärzte austherapiert seien. Das liegt meines Erachtens daran, weil so "prophane", aber wichtige Dinge wie Mikronährstoffe oder Hormone kaum bis gar keine Rolle spielen. Da, wie Sie nun gelernt haben, diese Tests von dem Budget der Kassenärzte abgehen.

So auch meine Erfahrung. Denn hätte ich mich nicht nach 5 Jahren doch noch aufgerappelt, ich hätte mich den Symptomen hingegeben. Ein freud- und trostloses Leben geführt. Wäre vielleicht in der Psychatrie geendet oder mit 22 in der Frührente. Eventuell hätte man mir auch eine Essstörung attestiert, weil mein Hashimoto zu einer starken Gewichtsreduktion führte. Doch auch hier wäre immer alles ohne tatsächliche Ursache geblieben.


Welche Chancen haben wir, gesund zu werden?

Alle Krankenkassen bieten Unterstützung in Form von Kursen oder Gutscheinen an. Denn das Gesetz sieht nur eine ausreichende (Schulnote 4) Versorgung vor. Demnach liegt es an uns selbst, unsere Gesundheit weiter zu befriedigend, gut und sehr gut zu entwickeln.

Doch das Wissen alleine reicht nicht aus. Es ist die Umsetzung, die dazu führt, dass wir selbst unser Leben in die Hand nehmen. Überlegen Sie einmal, wie Ihre berufliche Laufbahn zustande kam. Da hat Ihnen doch sicherlich niemand reingeredet. Sie sind Ihren Weg gegangen. Warum tuen Sie es dann bei Ihrer Gesundheit nicht?


Gute Gesundheit ist eine lebenslange Aufgabe.

So wie Sie vielleicht Ihre Kinder, Ihr Auto oder Ihren Garten hegen und pflegen, sich daran erfreuen.
Beachten Sie Ihre Gesundheit nicht erst dann, wenn Sie in der Abwärtsspirale festsitzen!

Wie entscheiden Sie sich:

  1. Versuchen mit der schlechten Gesundheit klarzukommen
  2. oder
  3. neue Wege einschlagen, um Ihr Befinden stetig zu verbessern?

Sind Sie bei Punkt 2 angelangt, doch wissen nicht, wo Sie beginnen sollen, dann:


Quelle:
[1] https://beyondhealth.de/corporate-blog/beste-gesundheitssysteme-der-welt

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